NUKLEARMEDIZIN
In der Nuklearmedizin wird ein mit radioaktiven Substanzen markiertes Präparat in eine Armvene appliziert. Dieses
so genannte Radionuklid verteilt sich im gesamten Körper und hat eine sehr geringe Strahlenbelastung. Je nachdem, mit welchem Trägermaterial dieses Radionuklid verknüpft ist, reichert es sich in verschiedenen
Organsystemen, wie z. B. im Skelettsystem oder in der Schilddrüse, an. Mit Detektorensystemen (Kollimator) können dann die entsprechenden Organe oder Organsysteme aufgenommen und zu einem Bild weiter verarbeitet werden. Das Radionuklid wird über den Urin und den Stuhl wieder ausgeschieden.
Die bei uns verwendeten Radionuklide haben eine sehr kurze Halbwertzeit von ca. 6 Stunden, sodass am Ende
des Tages weit über 90% des Radionuklids vom Körper wieder abgebaut sind. Unsere nuklearmedizinische
Abteilung verfügt über eine hoch moderne Doppelkopfkamera. Die mit dieser Doppelkopfkamera gewonnenen
Bilder können auch in unserem PACS-System entsprechend digital archiviert werden.
Knochenszintigraphie (Skelettszintigraphie)
Bei der Skelettszintigraphie wird das Radionuklid über eine Armvene in den Körper eingebracht. Nachdem das
Radionuklid in die Armvene gespritzt worden ist, muss der Patient ca. 2 bis 3 Stunden warten, damit sich die
Substanz in den Knochen einlagern kann. Anschließend erfolgt die Aufnahme unter der Doppelkopfkamera. Überall, wo im Skelettsystem pathologische Knochenstoffwechselvorgänge ablaufen, lagert sich dieses Radionuklid an.
So können z. B. versteckte Brüche (Frakturen) oder auch degenerative Veränderungen im Skelettsystem durch die
dort angelagerte Radionuklidsubstanz detektiert werden.
Mit dieser Methode ist es ebenfalls möglich, Tochtergeschwülste (Metastasen) des Skelettsystems gut zu erkennen. Häufig muss eine Röntgenaufnahme der betreffenden Region im Anschluss durchgeführt werden, um eine
genauere Zuordnung dieser im Skelettszintigramm festgestellten Läsion zu treffen.
Nach der Untersuchung sollte der Patient möglichst viel trinken, um die Ausscheidung des Radionuklids zu fördern.
